Howto: Automatische Konfiguration des Cisco IP Communicator in einer Windows-Domäne

Hallo Besucher, schön dass du hier hergefunden hast. Ich hoffe dir gefällt was du hier liest und schaust ab sofort öfter vorbei. Viel Spass! Daniel

Der Cisco IP Communicator erlaubt in der Default-Einstellung lediglich dem Administrator die Konfiguration des Gerätenamens. Somit kann sich ein Benutzer nicht beliebig an jedem Rechner anmelden. Wenn ein Benutzer den Arbeitsplatz wechselt, muss der Administrator den Cisco IP Communicator erneut konfigurieren.

Das Recht auf die Registry

Der Cisco IP Communicator speichert seine Konfiguration im Schlüssel [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Cisco Systems, Inc.\Communicator]. Unter „Hostname“ findet sich der Gerätename wieder. Ändert man diesen Eintrag in der Registry per Hand  auf ein anderes Gerät (welches natürlich in der Cisco Unified Communication-Lösung angelegt sein muss) , startet der Cisco IP Communicator mit einer anderen Gerätekonfiguration.

Warum kann der Benutzer diese Einstellung jedoch nicht selber ändern? Der Benutzer hat lediglich auf einen kleinen Teil der Registry Rechte: [HKEY_CURRENT_USER]. Der IP Communicator speichert seine Konfiguration jedoch dort wo der Benutzer keine Rechte hat: [HKEY_LOCAL_MACHINE].

Navigiert man als Admin im Registry Editor (regedit) zum Schlüssel [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Cisco Systems, Inc.\Communicator] und klickt mit der rechten Maustaste auf den Schlüssel „Communicator“ kann man die Berechtigungen für diesen Schlüssel ändern.

Man kann nun bestimmten Domänen-Benutzern oder Gruppen das Recht geben die Werte unterhalb dieses Schlüssels zu ändern. Sollen alle Benutzer der Domäne dieses Recht haben, so gibt man der Gruppe „Domänen-Benutzer“ Vollzugriff auf den Schlüssel [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Cisco Systems, Inc.\Communicator].

Loggt man sich nun am Rechner als normaler Benutzer ein, ermöglicht der Cisco IP Communicator die Konfiguration verschiedener Einstellungen. Der Benutzer kann nun also selber einen Gerätenamen festlegen.

Diesen Vorgang muss man für jeden Client wiederholen, dessen IP Communicator automatisch konfiguriert werden soll.

Gerätekonfiguration per Gruppenrichtlinie

Um den Benutzer nun nicht mit der Konfiguration des IP Communicator zu überfordern (ist auch nicht seine Aufgabe), erstellen wir in einer beliebigen Organisationseinheit eine neue Gruppenrichtlinie.

Diese bearbeiten wir und navigieren zu Benutzerkonfiguration -> Windows-Einstellungen -> Skripts (Anmelden/Abmelden). Mit einem Doppelklick auf Anmelden öffnen wir die „Eigenschaften von Anmelden“. Mit einem Klick auf „Dateien anzeigen“ öffnen wir den Ordner in dem wir unser Startskript ablegen müssen.

C:\WINDOWS\SYSVOL\sysvol\<domain>\Policies\{95B622F1-284B-4EA5-9B6B-C4D73BDD0678}\User\Scripts\Logon

Dieser Pfad ist ein spezieller Pfad. Er ist für jeden Domänen-Benutzer freigegeben. Skripte die dort liegen, sind also für jeden Benutzer oder Client zugänglich. Der Ordner mit den geschweiften Klammern „{}“ repräsentiert die erstellte Gruppenrichtlinie. Darunter ist die Gruppenrichtlinienspezifische Ordnerstruktur zu finden.

Wir erstellen eine neue Datei mit dem Namen „softphone.bat“ und kopieren folgenden Inhalt in die Datei:

echo REGEDIT4 >> %TEMP%\%USERNAME%.reg
echo [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Cisco Systems, Inc.\Communicator] >> %TEMP%\%USERNAME%.reg
echo “Hostname”= “IPC%USERNAME%” >> %TEMP%\%USERNAME%.reg
regedit /s %TEMP%\%USERNAME%.reg
del %TEMP%\%USERNAME%.reg

Was wird hier gemacht? Das Skript erstellt eine Registry-Datei im „%TEMP%-Dir“ des Benutzers, füllt diese mit dem bereits bekannten Schlüssel (s.o.) aus der Registry und ändert den „Hostname“ in „IPC%USERNAME%“ (IPCDomänenuser).  Anschließend wird die Registry-Datei ausgeführt und gelöscht.

Dieses Skript setzt natürlich voraus, dass der Gerätename den Domänen-Benutzernamen beinhaltet. Das Skript kann natürlich auf die eigenen Anforderungen angepasst werden.

Wir schließen die Datei, klicken im Fenster „Eigenschaften von Anmelden“ auf Hinzufügen, suchen unsere grade erstellte Datei und wählen diese aus. Anschließend wird der Gruppenrichtlinienobjekt-Editor beendet.

Auf dem Testclient führen wir ein „gpupdate /force“ in der Kommandozeile aus, ändern das Gerät im IP Communicator auf einen beliebigen Wert, loggen uns aus und als normaler User wieder an.

Nun sollte der IP Communicator automatisch konfiguriert sein.

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